Holly Finn im Haus der Schatten

Rezension: "Holly Finn im Haus der Schatten"
Rezensentin: A. Lehmann

Phyllis Reynolds Naylor: Holly Finn im Haus der Schatten


Zum Buch:
"Holly Finn im Haus der Schatten" ist der erste Band der "Holly Finn"-Reihe. Der Roman erschien erstmals 2001 beim Loewe-Verlag in gebundener Ausgabe mit einem Umfang von 159 Seiten. Zwei Jahre später erschien das Taschenbuch im dtv junior-Verlag. Die Folgebände "Holly Finn und der neunte Rabe", "Holly Finn und das zweite Gesicht", "Holly Finn und das Hexenauge" und "Holly Finn und das Zauberkraut" erschienen ebenfalls im Loewe-Verlag.

Zum Inhalt:
Holly Finn ist ein ganz normales Mädchen und lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Indiana. Die Sommerferien stehen vor der Tür und eigentlich möchte Holly die schulfreie Zeit einfach nur genießen. Doch ihre Mutter, eine bekannte Kinderbuchautorin plant in diesem Sommer endlich ein neues Buch schreiben und hat Holly daher voll eingeplant, um sich um den Haushalt und den fünfjährigen Bruder Stevie zu kümmern.

Doch das ist nicht alles, was Holly Kopfzerbrechen bereitet. Seit einiger Zeit benimmt sich ihrer Schwester Judith immer seltsamer. Es begann damit, dass sie immer mehr Zeit bei der merkwürdigen Mrs Tuggle verbrachte, die in dem alten Haus auf dem Hügel lebt. Angeblich bringt diese ihr das Nähen bei, doch Holly hat einen ganz anderen Verdacht. Für sie ist klar: Mrs Tuggle ist eine Hexe, die ihr Wissen an Judith weitergibt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Mouse, versucht Holly, der alten Frau auf die Schliche zuim Original schon Ende der 1990er-Jahre veröffentlicht wurde, sind die Roman immer noch absolut zeitgemäß. Der Sprache ist nicht anzumerken, dass die Bücher schon älter sind, immerhin wurden sie ja auch erst um 2000 ins Deutsche übersetzt. Auch die Handlung ist nicht überholt, sondern könnte genauso auch heute als Jugendbuch veröffentlicht werden. Eine Mischung aus Fantasygeschichte und Krimi erwartet den Leser, denn die beiden Mädchen gehen bei ihrer Suche nach Hinweisen regelrecht detektivisch vor.

Die knapp 160 Seiten und die relativ große Schrift machen das Buch auch zum Selberlesen für ein Alter von etwa neun bis elf Jahren geeignet. Die Protagonisten sind nicht abgehoben, sondern ziemlich durchschnittliche Mädchen, die sich mit Begeisterung in die Hexenjagd und die Detektivarbeit stürzen und es dem jungen Leser leicht machen, sich in sie hineinzuversetzen.

Für die angegebene Altersklasse ist die Geschichte auch ziemlich gruselig. Zwar geschieht nichts wirklich Schreckliches, es ist ja ein Kinderbuch, aber für junge Leser mit einer Vorliebe für Spukgeschichten ist diese Reihe definitiv ein gefundenes Fressen. Besonders wenn die beiden Mädchen sich hinauswagen, um die unheimlich Mrs Tuggle auszuspionieren, ist Gänsehaut garantiert.

Fazit: "Holly Finn" ist nicht einfach nur eines von zahlreichen Kinderbüchern, sondern ein zeitloses Werk, dass in keinem Bücherregal fehlen sollte. Es war eines meiner Lieblingsbücher, als ich ein Kind war, zeitweise auch mein allerliebstes Buch, dass ich etliche Male erst vorgelesen bekommen und dann selbst gelesen habe. Ich kann es nur empfehlen.




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